Geschichte des Imkerverband Hamburg

Ausgewählte
Mitgliederzahlen
1906 48
1909 72
1910 87
1925 198
1931 139
1938 669
1950 1236
1965 783
1971 252
1989 473
2000 319
2005 241
2008 332
2010 497
2012 586
2013 677
2014 739
2015 877
 2016 981
 2017 948
Vorsitzende
1906 – 1931 Wilhelm Timm
1931 – 1938 Fritz Michaelis
1938 – 1963 Hermann Lucas
1964 – 1965 Egon Stühr
1965 – 1977 Hans Grambow
1978 Herr Kelting
1978 – 1981 Horst Thilker
1981 – 1983 Hans Grambow
1983 – 2008 Horst Rodig
2008 – 2011 Klaus Oberdick
2011 – 2014 Thomas Rikkers
2014 – Gesa Lahner
Chronik
03.12.1905 Versammlung des Bezirks Hamburg im Südholsteinischen Bienenzuchtverein. Tagesordnungspunkt: Loslösung des Vereins vom Südholsteinischen Bienenzuchtverein.
11.02.1906 Gründung des „Bienenzucht-Verein für Hamburg und Umgebung von 1906“
01.01.1907 Aufnahme in den Landesverband Schleswig-Holstein
Die Vereinsführung entwickelte starke Aktivitäten. So wird z.B. in einem Protokoll vermerkt: „Betreffs Anpflanzung der Bahndämme der Vorortbahn mit honigenden Pflanzen wurde der Vorsitzende ermächtigt, einen diesbezüglichen Antrag an die Eisenbahndirektion Altona ergehen zu lassen. Hinsichtlich einer ergangenen Anfrage, die Ausbildung von Beamten der Bahnstrecke Hamburg-Nauen zu Imkern zu übernehmen, wird sich der 1. Vorsitzende Herr Timm sowie Herr Frohloff mit der zuständigen Eisenbahndirektion ins Einvernehmen setzen.“
1914 Während 1867 noch mehr als 90% aller Bienenstöcke in Hamburg aus Strohkörben bestand, sank deren Anteil bis zum Jahre 1914 auf weniger als 4%. Der bewegliche Bau, Mobilbau hatte seinen Siegeszug angetreten.
1925 Aus den 6 Bezirksgruppen, die auf der Gründungsversammlung festgelegt wurden, entwickelten sich lt. Mitgliederliste von 1925 die Vereingruppen 1 – 7 mit insgesamt 198 Mitgliedern und 2492 Völkern.
1931 Als Fritz Michaelis die Nachfolge von Wilhelm Timm antrat, waren die Mitgliederzahlen rückläufig (139 Mitglieder mit 1851 Völkern). Erst als der neue Vorstand energisch die Werbetrommel rührte, nahm auch die Zahl der Mitglieder wieder zu.
1935 Nach der Übernahme der Regierungsgewalt durch die Nationalsozialisten wurde der Verein 1935 der Landesgruppe Niedersachsen unterstellt und umbenannt in „Ortsfachgruppe Hamburg und Umgebung von 1906 der Landesfachgruppe Niedersachsen der Reichsfachgruppe Imker e.V. im Reichsverband Deutscher Kleintierzüchter“.
1937 Inzwischen war 1937 Groß-Hamburg entstanden. Die preußischen Städte Altona, Harburg und Wandsbek wurden eingemeindet. Daraufhin mußte die Organisation nochmals umgebildet werden. Sie hieß jetzt „Kreisfachgruppe Groß-Hamburg der Landesfachgruppe Schleswig-Holstein der Reichsfachgruppe Imker e.V. im Reichsverband Deutscher Kleintierzüchter“.
Der Imkerverein Altona, 1918 gegründet, kam zur Kreisfachgruppe Groß-Hamburg hinzu. Die übrigen Gruppen wurden neu aufgeteilt, so daß insgesamt 10 Ortsfachgruppen entstanden, die heute noch als hamburgische Imkervereine wirken. Dazu gehören die Vereine: Altona, An der Alster, Bergedorf, Hamburg Land, Linkes Alsterufer, Hamburg Rechtes Alsterufer, Hamburg Süd, Walddörfer, Harburg-Wilhelmsburg und Rahlstedt.
nach 1945 Nach 1945 wurde auf Anordnung der Besatzungsmacht die Kreisfachgruppe Groß-Hamburg als ehemalige „NS-Organisation“ aufgelöst und gleichzeitig als Kreisimkerverein neu gegründet.
Unter den vielen Flüchtlingen, die nach Hamburg kamen, war auch eine große Zahl von Imkern. Sie bauten in den Stadtrandgebieten ihre Stände neu auf. In rascher Folge wurden neue Imkervereine gegründet. Dazu gehörten die Vereine: Alstertal, Bramfeld, Langenhorn, Sasel-Poppenbüttel, Geesthacht und Wedel.
1950 Gründung der Landbelegstelle Sachsenwald (SaWa) und der Inselbelegstelle Puan Klent auf Sylt.
Zur Gründung der Belegstelle Sachsenwald gibt es widersprüchliche Angaben. Der Festschrift des IV Bergedorf und Umgebung „70 Jahre Imkerverein Bergedorf und Umgebung“ ist folgendes zu entnehmen: … „1937 richten Th. Schoel und W. Straube eine Belegstelle im Sachsenwald ein. Diese wird 1938 von der Kreisfachgruppe übernommen und mit einer Schutzhütte für Geräte, einem Häuschen für das Drohnenvolk und vielen Schutzhäuschen versehen.“
01.01.1961 Hermann Lucas wird Landesverbandsvorsitzender des LV Schleswig-Holstein und Leiter der der Imkerschule in Bad Segeberg. Die Imkerschule entwickelte sich unter seiner Leitung zum größten Königinnenzuchtbetrieb in Deutschland.
1962 1962 brach die Flutkatastrophe über Hamburg herein und vernichtete auch zahlreiche Bienenstände. In einer großen Spendenaktion bekundeten die Mitglieder der Imkervereine in Hamburg ihre Verbundenheit mit den flutgeschädigten Imkern.
1964 In der Hamburger Organisation übernahm Egon Stühr den Vorsitz. Schon im Jahr darauf folgte ihm Hans Grambow im Amt. Walter Hansen stand ihm als Kassierer zur Seite, der dieses Amt schon seit 1938 bekleidete. Hans Grambow war gleichzeitig 2. Vorsitzender beim Landesverband Schleswig-Holstein in Bad Segeberg. Während seiner Amtszeit wurde „Die Neue Bienenzucht“ als Mitgliederzeitschrift das Organ des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker e.V.. Er führte den Kreisimkerverband Hamburg bis 1977.
1981 Hans Grambow, seit 1979 wieder 2. Vorsitzender, übernahm 1981 die Aufgaben als 1. Vorsitzender von Horst Thilker. Es erfolgte eine Änderung in der Führungsspitze der Organisation. Horst Rodig, Dr. Keßler und Bernhard Ruge unterstützen den 1. Vorsitzenden als Beisitzer. Alwin Rohde übernahm das Amt als Kassenwart und Edith Muuß die Schriftführung.
Aufgrund seiner Verdienste um die Bienenzucht wurde Bruder Adam zum Ehrenmitglied des Imkerverbandes Hamburg e.V. ernannt. Ein Vorstandsmitglied überreichte ihm die Ernennungsurkunde am 01.03.1981 im Kloster Buckfast, Südengland.
Der Imkerverband Hamburg e.V. wurde durch Eintragung ins Vereinsregister zu einer juristischen Person. Dadurch mußten die organisatorischen Beziehungen zum Landesverband in Bad Segeberg auf eine neue Basis gestellt werden. Als auch langwierige Verhandlungen keinen Erfolg brachten, bewarb sich der Imkerverband Hamburg e.V. um Anerkennung als selbständiger Landesverband beim Deutschen Imkerbund in Bonn. Diesem Antrag wurde am 03.10.1981 auf der Mitgliederversammlung des DIB in Kassel entsprochen.
2008 Im Spätsommer 2008 trat Horst Rodig aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt als Vorsitzender zurück. Die amtierenden Beisitzer, der Kassenwart und Schriftführer bereiteten daraufhin die Mitgliederversammlung zur Neuwahl des Vorstandes (Vorsitzender, Kassenwart, Schriftführer) vor.
Am 18.12.2008 fand die Mitgliederversammlung im Imkerhuus des IV Hamburg-Bramfeld e.V., statt. In den neuen Vorstand wurden Klaus Oberdick (Vorsitzender), Thomas Rikkers (Kassenwart) und Werner Schubert (Schriftführer) gewählt. Die Zusammensetzung der bisherigen Beisitzer blieb unverändert und unterstützte den neu gewählten Vorstand in seiner Arbeit.
2011 Klaus Oberdick gibt das Amt des Vorsitzenden aufgrund beruflicher Neuorientierung an den bisherigen Kassenwart (Thomas Rikkers) ab. An dessen Stelle tritt Sabine Jarmer. Uwe Schulz scheidet am 19.01.2011 als Beisitzer aus. Klaus Oberdick wird zum Beisitzer gewählt. Werner Schubert verstirbt unerwartet im Oktober 2011. Am 02.12.2011 wird Jan Loppenthien in das Amt des Schriftführers gewählt. Claus-Herrmann Clar legt aus gesundheitlichen Gründen im Oktober 2011 sein Amt als Beisitzer nieder. Am 02.12.2011 werden Martin Opitz und Heiko Gottzmann als Beisitzer gewählt.
2012 Klaus Oberdick legt sein Amt als Beisitzer aus beruflichen Gründen nieder.
Am 17.03.2012 bringt der Vorstand den Antrag ein, die Mitgliederverwaltung zukünftig mit der OnlineMitgliederVerwaltung (OMV) zu erledigen. Die Mitgliederversammlung kann sich noch nicht geschlossen für die Einführung der OMV entscheiden, sodaß zunächst 5 (von 10 Vereinen) Pilotvereine die OMV nutzen.
Am 06.10.2012 gründet sich der Züchterring Elbinsel und tritt dem Imkerverband Hamburg am 01.01.2013 bei.
2013 Neben dem bisherigen papierhaften Bestellverfahren können die Gewährverschlüsse des DIB ab 01.01.2013 nun auch direkt über die Verbandshomepage online bestellt werden.
 2014 Thomas Rikkers legt zum 30.06.2014 sein Amt nieder. Auf einer außerordentlichen Vertreterversammlung am 12.07.2014 wird Gesa Lahner zur neuen Vorsitzenden gewählt.
 2015 Eine neue Satzung wird erarbeitet, verabschiedet und ins Vereinsregister eingetragen.
 2016 Der Imkerverein Kellinghusen und Umgebung und der Imkerverein Horst sind zum 01.01.2016 dem Imkerverband Hamburg e.V. beigetreten.
Beschluss eines neuen Logos auf der VV im Februar,
Anerkennung des Logos als Marke durch das Deutsche Patent und Markenamt im Oktober 2016,01.06.2016 Erlangen der Gemeinnützigkeit in den Bereichen Bildung, Tierzucht, Tierschutz und Landschaftsschutz,

Nutzung der Räumlichkeiten des „Kompetenz- und Beratungszentrums für Gartenbau und Landwirtschaft“ (sog. Brennerhof) der Stadt Hamburg.

Auflösung des IV Horst und des ZR Elbinsel zum 31.12.2016

 2017 Beitritt des IV Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg e.V. zum 1.1.2017
Die Informationen über den Imkerverband Hamburg e.V. stammen zum größten Teil aus der Informationsschrift „75 Jahre Hamburgische Imkerorganisation“ und dem Archiv des LV Schlewsig-Holstein. Leider sind die überlieferten Informationen sehr rar, da viele Unterlagen verloren gegangen sind. Wer alte Schriften, Bilder usw. zur Verfügung stellen kann, wird gebeten diese Informationen dem Landesverband – leihweise – zu überlassen.
Mit freundlicher Unterstützung: Privatwissenschaftliches Archiv Bienenkunde, Landau – Univ.-Prof. Dr. H. Stever
Landesverband Schleswig-Holsteinischer und Hamburg Imker e.V.
Hamburger Straße 109
23795 Bad Segeberg