Belegstelle Sachsenwald

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Belegstelle Sachsenwald – optimale Bedingungen für unsere „Hamburger Perlen“

Eine kontrollierte natürliche Paarung von Bienen lässt sich in der Praxis nur durch das Aufsuchen abgeschiedener Plätze erzielen, die schlecht von fremden Drohnen erreicht werden – die sogenannten Belegstellen.

Eine stetige wilde Paarung von nicht auf Sanftmut ausgewählten Königinnen und Drohnenvölkern kann auf Dauer zu einer sehr unfreundlichen Landrasse führen. Die Erfahrung, dass Bienen hinten spitz sein können, sollte die Bevölkerung besonders in dicht besiedelten Großstädten wie Hamburg nicht hautnah erfahren müssen.

Der Imkerverband Hamburg e.V. betreibt im Sachsenwald bei Friedrichsruh bereits seit Ende der dreißiger Jahre eine Wald-Belegstelle für Bienenköniginnen. Von Ende Mai bis Ende Juli können hier jeden Samstag die Begattungskästchen angeliefert und aufgestellt werden.

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Vorteile der Belegstelle im Sachsenwald

  • Die im Sachsenwald aufgestellten Königinnen bewältigen ihren Begattungsflug dort unter realistischen regionalen Wetter- und Umweltbedingungen.
  • Die Transportwege zur Belegstelle und zurück nach Hamburg und den umgebenden Bundesländern sind kurz und stressen die Königinnen nicht unnötig.
  • Durch ihre geschützte und durch hohe Bäume eingekesselte Lage bietet die Belegstelle Sachsenwald den besonderen Vorteil der hohen Paarungssicherheit mit den dort aufgestellten Gattenvölkern. Die Gattenvölker werden nach ihrer Aufstellung und vor der Belegstelleneröffnung trotz Seuchenfreitheitsbscheinigung ein zweites Mal auf Sporen der Amerikanischen Faulbrut untersucht – zum Schutze des Züchters und der Begattungseinheiten der Beschicker.
  • Wir empfehlen allen Beschickern im Sinne einer Seuchenprophylaxe auf Honigfutterteig zu verzichten und erbitten soweit möglich (Apiedeas, Mini-Plus…) Flüssigfütterung mit Blähton in Sirup. Erfahrungen in Österreich, Teilen der Schweiz und Bayerns haben gezeigt, dass sich u.a. durch diese Maßnahme Ausbrücher der Amerikanischen Faulbrut deutlich dezimieren lassen. Sperrbezirke können des Weiteren schneller aufgehoben werden. In ganz Österreich ist die Verwendung von Honigfutterteigen auf den Belegstellen inzwischen verboten. Diese Empfehlung ist bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal der Belegstelle Sachsenwald.

Drohnenvölker

Wir freuen uns, dass im Jahr 2017 die Drohnenvölker der Zuchtrichtung Carnica-Peschetz durch den Reinzüchter Jan Loppenthien – IV Rechtes-Alsterufergestellt werden. Wir möchten an dieser Stelle für alle Zuchtinteressierte auf die AG-Zucht hinweisen.

Aufgrund der hohen Völkerdichte und der dadurch besonderen Varroabelastung 2017 der Hamburger Bienenvölker, werden die aufgestellten Drohnenvölker 2017 neben Sanftmut, Honigleistung und Schwarmträgheit, bevorzugt besonders gute Eigenschaften bezüglich der Varroatolleranz aufweisen.

Linie der Gattenvölker:            Holdorf

Allgemeine Voraussetzungen

  • Auf der Belegstelle sind sowohl Einwabenkästen (EWK) als auch Mehrwabenkästen (MWK) zugelassen. Die MWK`s sind jedoch nur für erfahrene Züchter nach Rücksprache mit der Belegstellenleitung erlaubt.
  • Bis Dienstagvor der Aufstellung der Kästen ist dem Belegstellenleitung eine gültige Seuchenfreiheitsbescheinigung per Mail zuzuschicken. Der Belegstellenleiter holt die Wandergenehmigung bei der zuständigen Bezirksveterinärin, Frau Dr. Tietjen, gebündelt ein. Am Tag der Beschickung werden die Wandergenehmigungen mit den Anlieferern abgeglichen.
  • Wir empfehlen allen Beschickern im Sinne einer Seuchenprophylaxe auf Honigfutterteig zu verzichten und erbitten soweit möglich (Apideas, Mini-Plus…) Flüssigfütterung mit Blähton in Sirup. Erfahrungen in Österreich, Teilen der Schweiz und Bayerns haben gezeigt, dass sich u.a. durch diese Maßnahme Ausbrücher der Amerikanischen Faulbrut deutlich dezimieren lassen. Sperrbezirke können des Weiteren schneller aufgehoben werden. In ganz Österreich ist die Verwendung von Honigfutterteigen auf den Belegstellen inzwischen verboten. Diese Empfehlung ist bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal der Belegstelle Sachsenwald.
  • Absolute Drohnenfreiheit ist Voraussetzung für die Aufstellung der Kästen.
  • Die Kästen sind mit der Züchteradresse und der Königinnen-Nr. zu kennzeichnen.
  • Jedem Begattungskästchen ist ein Belegstellennachweis beizufügen.
  • Die Gebühr für die Aufstellung eines EWK´s oder MWK´s beträgt 3 EUR. Die Gebühr ist bei der Aufstellung der Kästen in bar zu entrichten.

Anlieferung

Treffpunkt für die Anlieferung ist jeweils Samstag um 9 Uhr  auf dem Parkplatz des Museums. Bis Dienstag vor der Anlieferung sind dem Belegstellenleiter die Seuchenfreiheitsbescheinigungen per Mail zuzuschicken. belegstelle@ivhh.de

Am Museum 2
21521 Friedrichsruh

Von dort fahren die Züchter in Fahrgemeinschaften gemeinsam auf die Belegstelle. Ein alleiniges fahren zur Belegstelle ist nicht gestattet.

Kontakt Belegstellenleiter: Ingo Lahl 0178 1740084 oder belegstelle@ivhh.de

Öffnungszeiten

Die Belegstelle öffnet am 03.Juni 2017 und schließt am 29. Juli 2017 .

Am Tag der Eröffnung beträgt die Belegstellengebühr lediglich 2€ statt regulär 3€.