Schon unsere
Vorfahren sagten in Norddeutschland: „Ahn
Immen geiht dat nich!“ Hochdeutsch: „Ohne Bienen
geht es
nicht!“ Dieser Satz gilt noch heute. Warum das so ist
und
was es mit Bienen sonst noch auf sich hat, erfahren Sie hier.
Wussten Sie schon, dass ...
... eine Biene für 500 Gramm Honig
eine Flugleistung
erbringen muß, die einer dreimaligen
Erdumrundung entspricht?
... rund 80 % aller heimischen Pflanzen
auf die
Bestäubung durch Bienen angewiesen
sind?
...
bereits nach fünf Jahren ohne
Bienen nur noch
windbestäubte Pflanzen
überlebt hätten?
...
Honigbienen nicht in Konkurrenz zu
andern Blüten
besuchenden Insekten stehen,
da die Anpassung
an die Pflanzen völlig unterschiedlich
sind?
...
dort, wo Bienenstände neu aufgebaut
werden,
mit der Zeit auch Wildbienen wieder eine
Lebens-
grundlage finden?
...
Bienen im Sommer nur etwa sechs Wochen leben?
Sie sterben außerhalb der Bienenbeute.
Dadurch
produziert ein einziges Bienenvolk mehr
als 10 kg
Biomasse. Sie dient vielen Vögeln,
Kleintieren und
Bodenlebewesen als Nahrung.
... eine Biene bei jedem Ausflug nur ca. 15 mg Pollen,
Kittharz (Propolis) oder 30 mg Nektar bzw. Wasser
nach Hause bringt?
... ein Bienenvolk pro Jahr stattliche 20 kg Pollen,
120 kg Nektar, 25 l Wasser und etwa 100 g Kittharz
sammelt?
... alleine für die Aufzucht einer Biene 130 mg Pollen
benötigt werden. Oder dass jeden Sommer pro Volk
etwa 150 000 neue Bienen schlüpfen?
... eine Biene bei normalen Witterungsbedingungen
mit stolzen 25 km/h unterwegs ist?
... die Bienen ihre Wärme alleine durch die Kontraktion
ihrer Flügelmuskeln erzeugen?
... sich Bienen im Winter zu einer dichten Kugel –
der sogenannten Wintertraube – zusammenziehen?
Diese natürliche Heizung erwärmt die Kugeloberfläche
auch
bei Außentemperaturen von –30 °C auf +10 °C.
Nimmt man alle diese Fakten zusammen, so wird klar, warum
Heinrich der Löwe beim Anblick eines Bienenvolkes bemerkte:
„Deus in minimis maximus!“
(Gott ist in den
kleinsten Dingen am Größten.)